Auf dem Dach der Welt

Auf dem Dach der Welt

Ende September hat der Student unserer Universität Konstantin Emelyanov den Berg Elbrus (5642 m Höhe, der höchste Berg Russlands) bestiegen.

12.11.2015 49

Das Bild eines jungen Mannes mit der „LETI“-Fahne auf dem Elbrus-Gipfel, das auf der offiziellen Seite unserer Universität im sozialen Netzwerk „VKontakte“ erschien, hat eine Rekordzahl der „Gefällt mir“-Angaben gesammelt. Kein Wunder, denn die blaue Fahne mit der Abbildung des Gebäude 1 der Uni sieht auf dem höhsten Berg Russlands ausgezeichnet aus. Der junge Mann auf dem Bild ist Konstantin Emeljanow, Student des ersten Studienjahrs des Masterstudiums in der Fakultät für Elektronik. Wie war sein Aufstieg, erzählt Konstantin selbst:

„Ich bin eigentlich kein Bergsteiger. Vor einem Jahr war ich in Krim und habe mich in die Bergen verliebt. Auf einer Webseite habe ich den Bericht eines Mannes über seinen preisgünstigen Aufstieg auf den Elbrus gelesen. Die Idee fand ich toll. Unter den Autoren der Kommentare zu diesem Bericht gab es einige „Wahnsinnige“, wie ich. Wir haben uns übers Internet kennengelernt und beschlossen, zusammen diese Reise zu unternehmen. Wir haben die ganze Menge Informationen studiert und viel trainiert. Ende September ging es los.

Ich und noch 2 Jungs aus Sankt Petersburg sind nach Mineralnye Vody geflogen. Da haben wir uns mit 2 Moskauern getroffen und zum Elbrus gestartet. Nach einer ordentlichen Akklimatisierung und Erkundung der Gegend, sowie Anmeldung beim Katastrophenschutzministerium haben wir mit dem Bergsteigen begonnen. Da meine Kameraden den ersten Teil des Wegs bis zum Punkt Kosaja Polka mit der Pistenraupe gefahren sind und ich ihn unbedingt selbst erreichen wollte, musste ich alleine um 23:00 Uhr losgehen. Meine Ausrüstung habe ich im Voraus vorbereitet. Selbstverständlich war es sehr schwer, alleine in der Nacht den Berg zu besteigen, besonders wenn es ständig schneite. In der Höhe 4200 m hat sich der Wind aufgemacht, der Luftmangel wurde spürbar. Mein Fortschritt hat sich dementsprechend verlangsamt. Ich musste jede 10 Schritte Pausen machen. Als ich endlich den Punkt Kosaja Polka erreicht habe, stellte es sich heraus, dass meine Kameraden Höhenkrankheit hatten und weiter nicht bergsteigen konnten. Wieder alleine kletterte ich weiter, und um 08:00 Uhr war ich auf dem Gipfel von Elbrus! Nun endlich Freude, Fotos und ein bisschen Erholung.

Wenn man sich ein Ziel stellt, muss man es mit aller Mühe erreichen und alle Hindernisse überwinden. Wir leben von den glücklichen Momenten. An jenen Moment auf dem Gipfel des Berges werde ich mich noch lange erinnern.“